Die Entstehung von Allergien

Warum genau die Abwehr des Körpers sich bei Allergikern in verstärktem Maß gegen an sich harmlose Substanzen richtet, ist bis heute nicht ganz klar. Unterschiedliche Faktoren scheinen bei der Entwicklung von Allergien eine Rolle zu spielen. Hierzu gehören sowohl interne als auch externe Faktoren.

Zu den erstgenannten zählen z. B. die genetische Veranlagung (Prädisposition) und ein zu schwaches Immunsystem (nach der sog. Hygienehypothese durch wenig Kontakt mit Allergenen in der Entwicklungsphase). Zu den externen Faktoren, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Allergien diskutiert werden, gehören z. B. Umweltfaktoren wie die heute im Vergleich zu früher höheren Pollen-, aber auch Schadstoffkonzentrationen in der Luft. Des Weiteren tragen vermutlich bestimmte Charakteristika der individuellen Lebensweise (z. B. Ernährungsgewohnheiten oder auch eine häufige orale Aufnahme von Antibiotika, die die Darmflora negativ beeinflussen können) zur Entwicklung von Allergien bei.

Was im Körper bei einer Allergie geschieht

Kommen Betroffene erstmalig in Kontakt mit dem später eine Allergie auslösenden Stoff, macht sich dies zunächst nach außen hin nicht bemerkbar. Tatsächlich jedoch nimmt die Allergieentwicklung bereits ihren Verlauf, wenn das Allergen über die Haut bzw. Schleimhaut in den Körper gelangt ist. Die Überreaktion des Immunsystems startet mit einer unangemessen starken Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen) gegen die Substanz. Dies ist die Phase, in der eine Überempfindlichkeit (Sensibilisierung) gewissermaßen programmiert wird. Kommt es das nächste Mal zum Kontakt mit dem Allergen, nimmt das Immunsystem „den Kampf auf“. Eine wichtige Rolle kommt bei den allergischen Reaktionen dem Immunglobulin E (IgE) zu, das dafür sorgt, dass die sog. Mastzellen die Botenstoffe (Mediatoren, z. B. Histamin) ausschütten, die letztendlich die Allergiesymptomatik (z. B. Juckreiz, Rötungen, Schleimbildung etc.) hervorrufen.

Die Empfindlichkeit gegenüber dem Allergie auslösenden Stoff nimmt zumeist bei wiederholtem Kontakt mit diesem sog. Allergen zu. Viele Betroffene reagieren im Laufe der Zeit auf eine zunehmend größere Zahl von Substanzen allergisch.

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